Bettwanzen

Die Bettwanze (Cimex lectularius) zählt zu den sehr unbeliebten Hausbewohnern und ist auch als Hauswanze bekannt. Sie gehört zur Familie der Plattwanzen (Cimicidae), die darauf spezialisiert sind, sich vom Blut anderer Lebewesen zu ernähren. Bettwanzen leben – wie der Name schon sagt- rund um die Schlafstätten warmblütiger Lebewesen, am liebsten bei Menschen. Die ausgewachsenen Exemplare erkennt man mit bloßem Auge, sie können zwischen 4 und 10 Millimeter groß werden. Die Größe variiert je nachdem, ob sie nüchtern oder mit Blut vollgesogen sind.

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Körperlänge: bis zu 10mm
Lebensdauer: 6 bis 12 Monate
Nachkommen: pro Tag rund 12 Eier

Verbreitung von Bettwanzen

Bettwanzen sind zwar durch ihre Ernährung an andere Lebewesen gebunden, ansonsten aber nicht wählerisch, was ihre Umgebung betrifft. Sie können in den Alpen bis zu einer Höhe von 2.000 Metern vorkommen und auch in den Tropen und Subtropen gibt es Unterarten von Bettwanzen.

Die meiste Verbreitung finden die Parasiten in Städten und Wohnsiedlungen. Häufig beobachtet wurde auch ihre Nähe zu den Brutplätzen verwilderter Tauben und die Nähe zu Ställen oder Vogelbruthöhlen.

In Deutschland sind Bettwanzen eher wenig verbreitet, werden jedoch in jüngster Zeit wieder vermehrt aus bereisten Ländern im Koffer eingeschleppt. Es gibt auch Fälle, bei denen alte Möbel oder Kleidungsstücke vom Flohmarkt Quelle eines Befalls waren.

Ernährung

Bettwanzen sind nachtaktiv. Tagsüber verweilen sie in kleinen Spalten und Nischen und werden so kaum sichtbar. Sie können sich gegenseitig anlocken, in dem sie bestimmte Geruchsstoffe aussondern. Auch bei Stress produzieren sie einen bestimmten Duftstoff, der die sofortige Auflösung einer Bettwanzenkolonie provziert. Erfahrene Schädlingsbekämpfer sowie ausgebildete Hunde erkennen den Geruch eines befallenen Bettes oft schon von weitem.

Erwachsene Tiere können lange Zeit – bis zu 40 Tagen – ohne Nahrung auskommen. Menschliche Wärme und der CO2-Anteil der Atemluft lockt sie in die Nähe ihrer Opfer während der Nacht. Bettwanzen beißen dabei oft mehrmals zu und hinterlassen die für sie charakteristischen „Straßen“: Auf der Suche nach dem perfekten Blutgefäß beißen sie verschiedene Teststellen an.
Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf die Bisse der Bettwanzen. Während manche gar nicht reagieren und auch keinen Juckreiz verspüren, klagen andere über starken Juckreiz bis hin zu Schmerzen über die Haut verteilt. Insbesondere Allergiker kämpfen des öfteren mit heftigen Hautreaktionen.

Um Bettwanzen sinnvoll zu bekämpfen ist es sehr wichtig, die Betten täglich zu kontrollieren, trocken zu halten und auf die Hygiene zu achten. Professionelle Schädlingsbekämpfer achten auf darauf, dass sich keine Eier mehr in Ritzen oder Nischen verstecken, die zu wiederholtem Befall führen können.