Ameisen

Ameisen (Formicidae) zählen zur Familie der Hautflügler und sind Insekten. Aktuell sind rund 13.000 Arten von ihnen bekannt, in Deutschland gibt es 115.

Ameisen gibt es schon sehr lange: Alte Funde aus der Kreidezeit deuten darauf hin, dass Ameisen seit über 100 Millionen Jahren die Erde besiedeln.

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Körperlänge: bis zu 25mm
Nachkommen: bis zu 1 Million Eier pro Königin und Saison
Nachkommen 4 Bruten pro Jahr mit je 1-2 Eiern

Lebensweise der Ameisen

Ameisen bilden Staaten, die komplex organisiert sind und sehr unterschiedlich gestaltet sein können. Es gibt kleine Kolonien und Verbände von bis zu einer Million Tieren. In jeder Staatengröße sind Ameisen jedoch bestens organisiert und jedes Tier weiß, welche Aufgabe es zu erfüllen hat. Männchen sorgen in erster Linie dafür, die Königinnen zu befruchten. Diese wiederum legen die Eier und sorgen für den Fortbestand des Staats.

Die Arbeiterinnen sind flügellos. Flügel besitzen nur die geschlechtsreifen Weibchen und Männchen. Männchen sterben meist direkt nach der Paarung, die Weibchen verlieren danach ihre Flügel und gründen selbst eigene Kolonien.

Ernährung der Ameise

Die verschiedenen Ameisenarten sind auf ihre jeweilige Ansiedlung bestens spezialisiert und können von verschiedenen Substanzen leben. So züchtet zum Beispiel die gelbe Wiesenameise in Nestern unter der Erde selbst Läuse und ernährt sich dann von deren Ausscheidungen. Honigliebhaber wissen, dass Waldhonig auch so entsteht: Bienen saugen den so genannten Honigtau auf, der von Läusen produziert wird.

Die Ernährung der Ameisen ist vielfältig: Sie lieben den Honigtau der Läuse, erbeuten aber auch andere kleine Insekten und fressen Aas, das sie am Waldboden finden. Außerdem tauschen einige Ameisenarten Fressen gegenseitig aus, wenn Notstand herrscht. Dieser Nahrungstausch der im Kropf befindlichen Nahrung dient vermutlich auch zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts innerhalb einer Kolonie.

Organisation des Ameisenstaats

Ameisen sind Orientierungskünstler: Sie können sich über den Tastsinn und über Pheromone zurechtfinden. Je nach Tageslicht variiert der Lichteinfall und die Ausrichtung der Lichtwellen: Auch das dient Ameisen zur Definition ihrer Laufrichtung. Einige Wüstenameisen sind sogar in der Lage, für eine zurückgelegte Strecke die Luftlinie zum Ausgangspunkt zu ermitteln. Bei anderen Ameisen wurde festgestellt, dass sie sich mittels Ultraschall entlang ihrer Wege orientieren. Forscher fasziniert seit langem das Zusammenspiel an Koordinationsvermögen, Orientierungssinn und Sozialverhalten in Ameisenkolonien und zahlreiche Forschungsprojekte beschäftigen sich mit diesen Themen

Fortpflanzung der Ameise

Der Ameisenstaat ist geprägt von ihrer Königin, die verantwortlich für die Nachkommen ist. Nur die Königin und einige Arbeiterinnen überleben zudem die kalte Jahreszeit im Winter. Sobald es draußen wärmer wird, legt die Königin neue Eier und ein neuer Staatenzyklus beginnt.

Versorgt werden die Kleinen von den Arbeiterinnen mit Nahrung, die sie unterwegs im Kropf gesammelt haben. Diese wird mit Hormonen vermengt – je nach Zusammensetzung dieser Mischung entstehen dann Weibchen, eine neue Königin oder Männchen aus den Larven. Wenn kein Futter mit Hormonen aus den Kopfdrüsen gegeben werden kann, entstehen nur Arbeiterinnen.